Die übliche Montage einer Solaranlage erfolgt auf Dach. Es ist aber auch möglich, die Solaranlage in die Hausfassade einzubauen, auf einem anderen Objekt in der Nähe des zu versorgenden Hauses, in Verbindung mit anderen Bauten auf einem Grundstück oder auf einer Freifläche. Geliefert werden Solaranlagen aber auch in Verbindung mit Carports oder anderen Nutzungsobjekten. Handelt es sich nur um mobile Stationen, die beispielsweise einen Swimmingpool beheizen, kann die Montage bzw. das Aufstellen der Solarmodule sehr leicht und von eigener Hand vorgenommen werden. Geht es aber um eine Auf-Dach-Montage, sollte ein zertifizierter Betrieb vorgezogen werden. Die Fachleute erledigen diese Arbeit wesentlich effizienter als ein privates Bauteam und gewährleisten nicht nur die Sicherheit während der Bauphase, sondern auch die Einhaltung aller geltenden gesetzlichen Vorschriften für die Installation einer Solaranlage. Ein Fachbetrieb ist auch gegenüber jedem Auftraggeber zur Gewährleistung verpflichtet.
Eigenmontage von Solarmodulen
Wer sich die Montage der Solarmodule selbst zutraut, sollte schon ein erfahrener Handwerker sein. Selbst wenn er einen Montagekurs bei einem Hersteller absolviert oder bereits bei einer anderen Anlage mit geholfen hat, ist das noch keine Sicherheit, dass ihm die Installation der Module gelingt. Vor allem muss er sich darüber im Klaren sein, dass Montagefehler die spätere Funktion der Solarmodule beeinträchtigen können und bei unsachgemäßer Ausführung Garantieleistungen und Gewährleistungsansprüche vom Hersteller nicht mehr anerkannt werden. Die Do-it-yourself-Methode schließt alle Risiken, die sonst von professionellen Firmen getragen werden, mit ein. Alles, was den elektrotechnischen Bereich in Bezug auf das Stromnetz angeht, darf ohnehin nur ein zugelassener Elektrobetrieb übernehmen. Eine Selbstmontage kommt nur in Frage, wenn es keine frei liegenden spannungsführende Teile und nur isolierte Steckkontakte gibt oder die Systemspannung 120 Volt Gleichspannung nicht erreicht.
Trotzdem dürfen natürlich frei liegende Kontakte nicht berührt werden und müssen Plus- und Minusleistungen weit genug räumlich getrennt sein. Elektrische Leitungen dürfen nicht geknickt, sondern nur in Bögen verlegt werden. Für die Eigenmontage von Solarmodulen benötigt man immer Helfer, die entsprechend eingewiesen werden. Der Gesundheitsschutz dieser Personen steht bei einem solchen Unternehmen absolut im Vordergrund. Gerade bei einer Installation auf dem Dach muss man die dafür geltenden Arbeitsschutzbestimmungen kennen und einhalten. In jedem Falle sollten alle an den Arbeiten Beteiligten unfallversichert sein. Für Arbeiten auf dem Dach sind Absturzsicherungen vorgeschrieben. Wenn die Montage schon in Eigenregie erfolgt, sollte sie auch exakt nach den Angaben des Herstellers durchgeführt nachweiswirksam dokumentiert werden.
Arten der Auf-Dach-Montage
Grundsätzlich bietet jedes Dach die Möglichkeit, eine Solaranlage zu installieren. Das betrifft zum einen die Ausrichtungsmöglichkeiten, selbst wenn die Achse des Hauses in Nord-Süd-Richtung verläuft, und zum anderen die Dachkonstruktion selbst, deren Traglast in der Regel auf weit höhere Belastungen als das Gewicht einer Solaranlage ausgelegt ist. Die Montage der Solarmodule kann auf jeden Neigungswinkel eingestellt werden von ganz flach bis auf 90 Grad an der Hausfassade. In jedem Falle gibt es eine Unterkonstruktion, auf der die Solarmodule befestigt und verbunden werden.
Gut beraten ist derjenige, der beim Bau eines Hauses von vorn herein auf ein Solardach setzt. Denn dann können die Solarmodule in die Gebäudeoberfläche integriert werden. Es gibt mittlerweile In-Dach-Lösungen, bei denen Solarmodule sogar Teile der Dachfunktion übernehmen. Ist eine Begrünung vorgesehen, sollte diese sich deutlich von der Solaranlage abgrenzen lassen. Bei Solarmodulen auf dem Dach des Wintergartens lassen sich mit der Montage auch die Bedingungen für den Pflanzenpflege günstig beeinflussen, z.B. die wechselnde Verschattung zu 24 %, oder die Lichtverhältnisse durch die Farbe der Solarzellen nach den eigenen Wünschen regeln. Wer eine Solaranalage erwirbt, kann in seine Planungen durchaus noch weitere Erfordernisse seines Hauses mit einbeziehen.
Wichtige Punkte bei der Auf-Dach-Montage
Das wichtigste bei der Montage von Solarmodulen ist deren Ausrichtung auf die maximale Sonneneinstrahlung. Als Idealausrichtung gelten 45 Grad in Richtung Süden, aber die Höhe des Sonnenstandes wechselt jahreszeitlich und jede Region hat ihre eigenen Erfahrungswerte mit dem Verlauf von Sonnentagen. In den meisten Fällen muss ohnehin eine Annäherung an den günstigsten Mittelwert erfolgen.
Neben der Betriebsfähigkeit der Solaranlage gibt es bei der Auf-Dach-Montage noch einige wesentliche Punkte zu beachten. Da ist an erster Stelle der Blitzschutz zu nennen, der durch die Solarmodule nicht beeinträchtigt werden darf. Jede Photovoltaikanlage oder Solartherme hat Bestandteile aus Metall, die an die Blitzschutzanlage angeschlossen werden müssen. Damit die gesamte Anlage nicht durch einen Blitzschlag geschädigt wird, muss ein Potenzialausgleich an der Anlage genau so hergestellt werden wie bei der vorhandenen Elektroinstallation.
Ein weiterer Punkt ist die so genannte Windlast. Diese entsteht, wenn die Windströmung auf Hindernisse trifft und eine Flächenlast erzeugt. Je stärker die Windgeschwindigkeit und je steiler der Einfallswinkel sind, desto stärker kann diese sich aufbauen. Dieser Überdruck geht einher mit der Bildung eines Unterdrucks an den Gebäudekanten, der wiederum Sogwirkungen und Wirbel verursacht. Die Gesamtheit dieser wirkenden Kräfte ist in vier Kategorien klassifiziert, die für jede deutsche Region ausgewiesen sind. Dazu kommen Geländekategorien, in die das Umfeld eines Bauwerks eingeordnet werden kann. Die Montage von Solarmodulen ist so vorzunehmen, dass sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen.
Bei Auf-Dach-Montagen lauert eine weitere Gefahr im Raum zwischen der Unterkonstruktion der Solaranlage und dem eigentlichen Dachmaterial. Hier muss einen ausreichend großen Zwischenraum geben, über den Regenwasser abfließen kann, und der die Bildung von Feuchtigkeitsschäden verhindert, die durch Werkstoffunverträglichkeiten des Dachmaterials und der Rahmenkonstruktion der Solarmodule zustande kommen können. Die erforderliche Lüftung kann auch mit Zusatzschächten hergestellt werden. In jedem Falle sollte die Montage so erfolgen, dass für die Behebung von Dachschäden ein leichter Zugang durch den Überbau möglich bleibt.
Vorgehensweise bei einer Auf-Dach-Montage
Solarstromanlagen für übliche Ein- und Zweifamilienhäuser benötigen in der Regel 2 bis 3 Tage für ihre Montage. Selbst kleinere Anlagen sind meist nicht an einem Tag zu installieren. Deswegen muss sich jeder Bauherr auch auf eine Baustelleneinrichtung vorbereiten und die Wegesicherheit auf seinem Grundstück herstellen. Der Gerüstbau beansprucht meist einen Tag vor und nach der PVA-Montage. Sofern die Solarmodule per Kran auf das Dach befördert werden sollen, ist ein entsprechend belastbarer Aufstellort nötig. Die Module werden nur zum Anbringen auf der Unterkonstruktion ausgepackt, danach wieder abgedeckt, um eine Aufheizung über die Solarzellen zu verhindern. Die Solarmodule werden untereinander verkabelt und zum Hauptschalter verlegt, der dann wiederum mit dem Wechselrichter verbunden wird. Den Anschluss an das öffentliche Stromnetz stellt ein geprüfter Elektriker her. Jede Montage wird mit dem Inbetriebnahme-Protokoll nach erfolgter Prüfung der Funktionsfähigkeit der Solaranlage abgeschlossen.