Alternative Energieerzeugung im Eigenheim – Die Möglichkeiten
Bauen und Renovieren ist heute eine Energiefrage geworden. Das betrifft nicht nur den seit 2009 durch die Energiesparverordnung vorgeschriebenen Energiepass für Immobilien, sondern auch den Trend zum Niedrigenergiehaus. Die alternativen Energiearten machen sogar die komplette energetische Selbstversorgung möglich. Solarrechner helfen, die günstigste Variante zu finden.
Sonnenenergie macht unabhängig
Solarenergie funktioniert auf zwei Arten: als Stromerzeugung durch eine Photovoltaik-Anlage und als Warmwasseraufbereitung durch eine Solartherme. Beides kann problemlos auf dem Dach installiert werden und als InDach-Lösung sogar noch die Baukosten mindern.
Eine Photovoltaikanlage sichert nicht nur bis zu 80 % des eigenen Strombedarfs (bei Einsatz eines Solarspeichers), sondern ist auch eines der besten und sichersten Renditeobjekte. Bei hohem Eigenverbrauch speist die PVA mehr selbst erzeugten Strom in das öffentliche Netz ein als sie entnimmt. Die dafür auf 20 Jahre garantierter Vergütung beträgt das Dreifache des üblichen Stromhandelspreises. Eine 5 kWp-Anlage reicht für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalts. Ihren spezifischen Bedarf können Sie mit einem Solarrechner ermitteln.
Solarthermen liefern ca. zwei Drittel des jährlichen Warmwasserbedarfs. Sie können mit umweltfreundlichen Heizungsarten kombiniert werden.
Umweltfreundliche Wärme zum Spartarif
Die beliebteste Heizungsart in Deutschland ist die Gasheizung. Ihren steten Zuwachs verdankt sie in letzter Zeit vor allem der Kombinationsmöglichkeit mit Solarthermen. Die Einleitung des mit Sonnenenergie erwärmten Wassers zur Heizungsunterstützung spart bis zu 70 % der Heizkosten.
Eine ähnliche Konstellation besteht in Bezug auf Pelletheizungen. Auch hier wird die Verbrennung des Heizmaterials eingestellt, solange die Sonne Energie liefert und der Wärmespeicher das Limit hält. Pellets haben nicht nur eine neutrale Klimabilanz, sondern auch einen stabilen Preis, der unterhalb des Gaspreises liegt.
Bei Wärmepumpen ist die Photovoltaik-Anlage der Kombinationspartner, der den Anteil an elektrischer Energie liefert, die für den Betrieb einer Wärmepumpe nötig ist.
Nicht für Energie zahlen, sondern selbst verdienen
Die Möglichkeiten, ein Energie-Plus-Haus zu betreiben, sind letztendlich noch viel umfangreicher. Fragen der Wärmedämmung, der Bauausrichtung oder zusätzliche autarke Systeme tragen ebenfalls zur Selbstversorgung bei. Bei den ständig steigenden Energiepreisen ist das die beste Zukunftssicherung, die man planen kann. Die Überschüsse in der Stromproduktion werden problemlos an das öffentliche Netz abgegeben und bringen sogar noch Geld ein.